St. Germanus und Vedastus, Wahlwies

Die Talaue am Überlinger See und das Ortsbild von Wahlwies werden weithin von der Pfarrkirche Sankt Germanus und Vedastus geprägt.
Sie hat, wie das Dorf selbst, eine lange und wechselvolle Geschichte und wird erstmals in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ludwigs des Frommen für Kloster Reichenau von 839 indirekt erwähnt. Aus der karolingischen Kaiserurkunde geht hervor, dass in dem zum Königsgutbezirk (Fiskus) Bodman gehörenden Ort spätestens Anfang des 9. Jahrhunderts eine kleine vorromanische Landkirche gestanden hat, die von reichenauischen Priestermönchen betreut wurde. Das Patrozinium der Bischöfe Germanus (496–576) und Vedastus (496–540) weist, außer der Zugehörigkeit zur fränkischen Kaiserpfalz, auch auf den rechtlichen Status als königliche Eigenkirche hin, die nach der Unterwerfung Alemanniens um die Mitte des 8. Jahrhunderts auf Königsgut erbaut worden ist ... (Auszug aus dem Text von Dr. Fredy Meyer)



Die kleine Kapelle St. Leonhard steht etwas verloren, eingebaut in die Wohnbebauung, direkt an der Wahlwieser Hauptstraße.
Zu den kirchlichen Gebäuden gehören auch der katholische Kindergarten, das alte Pfarrhaus sowie das katholische Gemeindezentrum St. Josef im Aachgrund, unterhalb der Pfarrkirche.

Harald Wochner hat einen Blick für den besonderen Moment. Am 30. Dezember 2020 gelang ihm um 0.20 Uhr dieses phantastische Bild eines 22-Grad-Mondhalos über unserer Kirche. Das Wort Halo stammt ursprünglich vom griechischen halos, das einen Lichtring um Sonne oder Mond oder auch die Sonnen- oder Mondscheibe selbst bezeichnete.
